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Semrush vs Ahrefs (September 2026): Das sagen die Daten

Wir haben Semrush und Ahrefs im Abstand von zwölf Tagen zweimal auf drei echten Seiten getestet, mit der Google Search Console abgeglichen: Das zeigt der Test.

Samy Ben SadokSamy Ben Sadok28 Min. Lesezeit
In diesem Beitrag14 Abschnitte

Die meisten Semrush-vs-Ahrefs-Vergleiche geben dir eine Feature-Checkliste und einen Sieger. Dieser hier beginnt mit einem Problem, das du wahrscheinlich selbst schon gesehen hast: Richte beide Tools auf dieselbe Website am selben Tag, und die Zahlen stimmen nicht überein. Nicht ein bisschen. Auf einer unserer Seiten meldet Ahrefs 42 organische Keywords, Semrush rund 1.500.

Also haben wir den Test auf echten Seiten gemacht. Wir testeten beide Tools auf drei von uns betreuten Seiten, zuerst im Juli 2026 und dann erneut am 1. August, und glichen die Ergebnisse mit der einen Quelle ab, die keine Schätzung ist: der Google Search Console. Der zweifache Durchlauf zeigt, wie stabil die Zahlen jedes Tools sind; der Search-Console-Abgleich zeigt, welches davon näher an der Realität lag.

Das Wichtigste in Kürze

  • Semrush ist die All-in-one-Marketingplattform der beiden Tools (SEO, KI-Sichtbarkeit, Paid Search, Content, Local und Social in einem Account) und meldete auf jeder der drei von uns getesteten Seiten deutlich mehr organische Keywords als Ahrefs, bis zu 36-fach auf der kleinsten Seite.
  • Bei der Traffic-Genauigkeit dreht sich das Bild: Mit echten Google-Search-Console-Klicks abgeglichen, lag Ahrefs auf allen drei Testseiten näher an der Realität als Semrush, auf der kleinsten Seite fast exakt (375 geschätzt gegen 382 echte Klicks).
  • Bei den Preisen selbst liegen beide nah beieinander, netto: Ahrefs Lite ab 119 €/Monat, Semrush SEO ab 134 €/Monat (beide zzgl. deutscher Mehrwertsteuer für Privatkäufer, Reverse Charge für Unternehmen mit USt-IdNr.); teurer wird es erst über Add-ons wie KI-Sichtbarkeit.
  • Keiner der beiden Anbieter hat einen Firmensitz in Deutschland, Semrushs EU-Ansprechpartner sitzt in Prag, Ahrefs in Singapur mit einem irischen DSGVO-Vertreter ohne eigene Niederlassung: Beschwerden gehen an deine eigene Landesdatenschutzbehörde.
  • Für die meisten Käufer 2026 ist Semrush die Standardwahl, für den reinen Linkaufbau-Spezialisten bleibt Ahrefs die sicherere Wahl; wer zusätzlich DACH-Sichtbarkeit will, zieht oft Sistrix oder XOVI parallel hinzu.

Semrush vs Ahrefs: die kurze Antwort

Semrush ist von beiden die All-in-one-Plattform (SEO, KI-Sichtbarkeit, Paid Search, Content, Local und Social in einem Account) und für die meisten Käufer die bessere Standardwahl. Ahrefs ist das fokussierte Spezialwerkzeug mit Schwerpunkt auf Backlinks und organischer Recherche. Wenn deine Arbeit mehrere Kanäle umfasst, du eine Agentur oder ein Marketingteam führst oder eine junge Seite beim Wachsen beobachten willst, greifst du zu Semrush; es zeigte auf jeder Seite, die wir getestet haben, auch deutlich mehr Ranking-Keywords, auch wenn eine breitere Abdeckung nicht gleich mehr Genauigkeit bedeutet. Ahrefs ist die richtige Wahl, wenn du der SEO-Spezialist im Raum bist, dessen ganzer Job Links, Rankings und technische Audits sind, und du eine klarere Oberfläche und konservativere Zahlen einer maximalen Funktionsbreite vorziehst. Landest du bei Semrush, reicht die 7-tägige kostenlose Testphase, um jeden Test aus diesem Artikel selbst auf deiner eigenen Seite nachzustellen.

Zwei Dinge gelten unabhängig davon, für welches Tool du dich entscheidest. Erstens: Die Tools werden sich uneinig sein, oft deutlich, weil sie unterschiedliche Keyword-Datenbanken, SERPs und Traffic-Modelle führen. Zweitens: Keine der beiden Zahlen ist die Wahrheit. Für deinen eigenen Google-Traffic kommt die Google Search Console einer echten Referenz am nächsten, und beide Tools solltest du als wettbewerbsanalytische Schätzungen behandeln, nicht als Messung. Der Rest dieses Artikels zeigt, wie weit sie auf unseren eigenen Seiten auseinanderliegen.

Wir haben beide Tools auf denselben drei Seiten getestet

Wir haben frische Zahlen aus unseren eigenen bezahlten Ahrefs- und Semrush-Accounts für drei Seiten gezogen, die wir betreuen: geotoolbox.ai (unser eigenes kleines, neues KI-Sichtbarkeits-Tool) sowie zwei anonymisierte Kundenseiten: einen etablierten, mittelgroßen Hersteller und einen großen Marktplatz. Dieselben Domains, derselbe Tag, zuerst Mitte Juli 2026 und dann erneut am 1. August. Hier siehst du, was jedes Tool beim August-Abruf zu den organischen Keywords sagte.

So sind wir vorgegangen, damit du es einordnen kannst. Drei Seiten sind eine Illustration, keine Studie. Die Ahrefs-Zahlen beziehen sich auf alle Länder (unser Account läuft auf der Lite-Stufe, aber das begrenzt nur den Zeilenexport, nicht die Kennzahlen in der Dashboard-Übersicht). Semrushs Keyword-Zahlen nutzen die weltweite Datenbank für geotoolbox.ai und die US-Datenbank für die beiden US-fokussierten Seiten (die Zahlen zu den einzelnen Seiten unten stellen Ahrefs All-Locations gegen Semrushs US-Datenbank). Dieser Unterschied im Datenumfang wurde nicht bereinigt, behandle die genauen Multiplikatoren unten also nur als grobe Orientierung. Willst du diesen Test auf deiner eigenen Seite nachstellen, ziehst du dafür konsequent Semrushs de-Datenbank statt der US- oder Weltdatenbank, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.

Scorecard-Vergleich von Ahrefs und Semrush für geotoolbox.ai am selben Tag im August 2026: Ahrefs zeigt 42 organische Keywords, 375 geschätzten Traffic, 121 verweisende Domains und DR 1,9; Semrush zeigt rund 1.500 organische Keywords, 1.700 geschätzten Traffic, 44 verweisende Domains und Authority Score 11.
geotoolbox.ai in beiden Tools am selben Tag. Ahrefs: 42 Keywords. Semrush: rund 1.500. Keines lügt, sie indexieren das Web einfach unterschiedlich.

Update, September 2026

geotoolbox.ai ist seit diesem Test weiter gewachsen. Mitte September zählt Ahrefs 194 organische Keywords (etwa das 4,6-Fache des Juli-Werts), Semrush rund 5.300 (gegenüber ~1.500 zuvor): dasselbe Muster einer wachsenden Lücke, nur in größerem Maßstab. Die echten Klicks aus der Google Search Console sind von 382 im Monat auf rund 3.700 gestiegen. Die Wendung: Inzwischen ist es Ahrefs' Schätzung, die fast genau auf diese echte Zahl trifft, während Semrushs Schätzung darunter gerutscht ist, eine Erinnerung, dass nicht feststeht, welches Tool näher an der Realität liegt; das kann sich verschieben, sobald eine Seite reift. Der Rest dieses Artikels, einschließlich des Zwölf-Tage-Tests weiter unten, spiegelt die ursprüngliche Erhebung von Juli/August 2026 wider; wir belassen diese Zahlen als methodisches Beispiel, statt die ganze Methodik um ein sich bewegendes Ziel herum neu zu schreiben.

SeiteGrößeAhrefs organische KeywordsSemrush organische KeywordsSemrush ÷ Ahrefs
geotoolbox.aiKlein / neu42~1.500~36×
Kunde A (Hersteller)Mittelgroß374~2.000~5,3×
Kunde B (Marktplatz)Groß26.60076.000~2,9×

Eines gilt auf allen drei Seiten: Semrush meldet mehr Keywords, sogar auf den beiden Seiten, wo es auf eine einzige US-Datenbank beschränkt war. Bei der Größe der Lücke sind wir vorsichtiger. In unserer Stichprobe war sie auf der kleinsten Seite am größten (etwa 36-fach) und auf der großen am kleinsten (etwa dreifach), was zu der Idee passt, dass Semrushs Datenbank mehr von den Long-Tail- und Low-Volume-Begriffen katalogisiert, die eine junge Seite zuerst aufnimmt. Diese Tendenz beruht jedoch auf nur drei Datenpunkten, und Semrush lief auf der kleinsten Seite weltweit, während es bei den beiden größeren auf die USA beschränkt war: ein Unterschied im Datenumfang, der zufällig mit der Seitengröße korreliert. Teste es daher auf deinen eigenen Accounts, bevor du dich darauf verlässt.

Dasselbe Muster zeigt sich bei den rankenden Seiten, allerdings mit einem wichtigen Vorbehalt, weil geotoolbox.ai sowohl auf Englisch als auch auf Französisch veröffentlicht. Ahrefs' All-Locations-Report zeigt 22 rankende Seiten; Semrushs US-Datenbank zeigt 106 (ihr US-Index sieht die französischen Seiten überhaupt nicht); und die Google Search Console hatte im Juli rund 225 indexierte URLs (eine Zahl, die jeden englischen und französischen Blogbeitrag, Glossareintrag und jede Feature-Seite umfasst, nicht 225 Artikel). Das sind keine identischen Messungen: rankende Seiten in einem geografischen Scope gegen Googles vollständigen mehrsprachigen Index. Lies sie also als drei unterschiedlich gerahmte Ausschnitte derselben Seite, nicht als sauberes Verhältnis. Einig sind sie sich in dem Punkt, der zählt: Kein Drittanbieter-Tool sieht den gesamten Fußabdruck, und die Search Console kommt dem Gesamtbild am nächsten.

Ahrefs Top-Pages-Report für geotoolbox.ai zeigt 22 rankende Seiten und 373 organischen Gesamttraffic über diese Seiten im August 2026.Semrush Top-Pages-Zusammenfassung für geotoolbox.ai in der US-Datenbank: Organische Seiten 106 (plus 55,88 %), mit steigender Seitenzahl seit Mitte 2026.
Rankende Seiten für geotoolbox.ai: Ahrefs 22 (All-Locations, oben; die 373er-Trafficzahl summiert diese Seiten, gegen 375 seitenweit), Semrush 106 (nur US-Index; die französischen Seiten fehlen, und die Kachel „Organic Traffic 7“ ist der US-only-Ausschnitt der weltweiten 1.700er-Schätzung von anderswo im Artikel). Die Google Search Console hatte im Juli rund 225 indexierte URLs, über beide Sprachen, Glossareinträge und Feature-Seiten hinweg.

Der Grund ist strukturell: Jedes Tool verfolgt ein anderes Universum an Keywords, Ländern und SERPs, mit unterschiedlichen Aktualisierungszyklen und unterschiedlichen Schwellenwerten dafür, was als rankendes Keyword zählt. Eine Keyword-Zahl ist Datenbankabdeckung, nicht verifizierte Platzierungen, exakte Live-Positionen oder Traffic. Was zur naheliegenden Frage führt.

Derselbe Test, zwölf Tage später: Wie sich die Zahlen bewegen

Über zwölf Tage hinweg kamen bei Semrush für unsere Testseite rund 400 Keywords (+36 %) und 14 rankende Seiten hinzu, während Ahrefs sieben Keywords (+20 %) und zwei Seiten hinzugewann und seine Traffic-Schätzung deutlich nach unten korrigierte. Eine einzelne Momentaufnahme verdeckt genau diese Art von Bewegung, also ließen wir beide Accounts auf geotoolbox.ai gerichtet und zogen am 1. August alles erneut. (Die Kundenseiten bewegten sich auch, aber eine junge Seite ist der Ort, an dem der Unterschied zwischen den beiden Tools am deutlichsten wird, deshalb steht sie hier unter dem Mikroskop.)

geotoolbox.aiAhrefs (20. Juli)Ahrefs (1. Aug.)Semrush (20. Juli)Semrush (1. Aug.)
Organische Keywords3542~1.100~1.500
Rankende Seiten202292106
AutoritätDR 1,7DR 1,9AS 7AS 11
Verweisende Domains641212744
Geschätzter organischer Traffic~1.500375~1.0001.700

Im Verlauf dieses Zeitraums erfassten beide Tools mehr Daten zur Seite; sie unterschieden sich jedoch deutlich in der Detailtiefe. Semrush erfasste die frisch veröffentlichten Inhalte der Seite in Form von Hunderten neuer Keyword-Einträge und eines sichtbaren Authority-Score-Sprungs von 7 auf 11, während Ahrefs denselben Zeitraum wegen seiner strengeren Schwellenwerte nur als eine Handvoll Keywords erfasste. (DR und AS sind getrennte proprietäre Skalen, die sich nicht ineinander umrechnen lassen: Lies die Bewegung jedes Tools also nur für sich.) Wenn du wöchentlich publizierst und willst, dass das Dashboard diese Arbeit zeigt, während sie passiert, ist Semrush das Tool, das dir genau das zeigt.

Ahrefs zeigte allerdings zwei eigene Stärken. Sein Backlink-Crawler war der schnellere: Bei Ahrefs stieg die Zahl der verweisenden Domains für die Seite von 64 auf 121, bei Semrush dagegen nur von 27 auf 44, genau das, was man vom stärkeren Link-Index erwartet. Und seine Traffic-Schätzung fiel von rund 1.500 auf 375, was isoliert betrachtet unruhig wirkt; merk dir das, denn der nächste Abschnitt, in dem beide Tools auf die Search Console treffen, löst es auf.

Auf dieser Seite, in diesem Fenster, liest sich der Trade-off so: Semrush zeigt dir den Fortschritt zuerst; Ahrefs wartet auf den Beweis und korrigiert dann hart. Eine einzelne Seite ergibt noch kein belastbares Muster, aber auf dieses Verhalten solltest du achten. Für jemanden, der eine neue Seite besitzt und wissen will, ob der Content-Plan funktioniert, ist das Tool, das Bewegung registriert, der nützlichere wöchentliche Begleiter, solange du die Traffic-Zahl weiter als Modell behandelst, nicht als Messgerät.

Abdeckung ist nicht Genauigkeit: Was die Google Search Console zeigte

Die zusätzlichen Keywords, die Semrush meldet, könnten echte Reichweite sein oder reines Rauschen. Um das zu klären, haben wir die tatsächlichen Klicks gezogen, die die Google Search Console für jede Seite im selben 30-Tage-Fenster erfasst hat. Die GSC zählt die echten organischen Google-Klicks deiner Seite, nicht Besuche aus jedem Kanal, was sie zur besten First-Party-Referenz für das macht, was die Tools zu schätzen versuchen.

SeiteAhrefs geschätzter TrafficSemrush geschätzter TrafficGSC tatsächliche Klicks (30 Tage)
geotoolbox.ai375~1.700382
Kunde A (Hersteller)2.7005.1003.703
Kunde B (Marktplatz)316.000397.30083.499
Balkendiagramm vergleicht Ahrefs' und Semrushs geschätzten monatlichen organischen Traffic mit den tatsächlichen Google-Search-Console-Klicks für drei Seiten im August 2026: Beide Tools überschätzen die größte Seite; beim mittelgroßen Hersteller unterschätzt Ahrefs, während Semrush überschätzt; bei der kleinsten Seite landet Ahrefs' Schätzung von 375 fast genau auf den 382 echten Klicks, während Semrush 1,7K anzeigt.
Geschätzter organischer Traffic gegen die von Google tatsächlich gemeldeten Klicks, August 2026. Ahrefs lag auf allen drei Seiten näher an der Search Console, auch wenn beide Suiten den Marktplatz um ein Vielfaches überschätzen.

Die Lücken sind groß. Beachte, dass diese Tool-Schätzungen modellierten monatlichen organischen Traffic abbilden, während die GSC tatsächliche Klicks über 30 Tage zählt, das ist also kein perfekter 1:1-Vergleich; der Punkt ist die Größe der Lücke, nicht eine präzise Fehlerquote. Auf der großen Seite lagen beide Tools beim 3,8- bzw. 4,8-Fachen von Googles 83.499 Klicks: Ahrefs schätzte 316.000, Semrush 397.300. Beim mittelgroßen Hersteller gingen die beiden auseinander: Ahrefs unterschätzte mit 2.700 gegenüber 3.703 echten Klicks, während Semrush mit 5.100 zu hoch lag. Und die kleinste Seite ist der Ort, an dem der August-Abruf interessant wurde: Ahrefs, das im Juli noch rund 1.500 geschätzt hatte, korrigierte auf 375 und lag damit nur eine Handvoll Klicks neben den echten 382, während Semrushs Schätzung von 1.700 rund 4,5-mal über der Realität lag. Semrush lag auf allen drei Seiten über Ahrefs, und Ahrefs lag auf allen drei Seiten näher an der Search Console, auf der kleinsten dramatisch näher, um den Preis dieses großen Juli-Ausschlags.

Nichts davon macht eines der beiden Tools schlecht. Es macht ihren „organischen Traffic“ zu einer modellierten Schätzung, keinem Klickzähler. Es deckt sich auch mit dem meistzitierten öffentlichen Test zu dieser Frage: einer Studie von 2022, in der Ahrefs seine eigenen US-Traffic-Schätzungen auf 1.635 Websites mit der Google Search Console abglich und eine mediane Abweichung von 49,52 % für Ahrefs und 68,36 % für Semrush fand. Ein Vorbehalt, weil wir Semrush-Partner sind: Ahrefs hat diese Studie selbst durchgeführt und veröffentlicht, lies sie also als den Befund einer interessierten Partei, nicht als unabhängiges Urteil. Ihre Richtung deckt sich trotzdem mit dem, was wir sahen: Semrush lag auf allen drei unserer Seiten höher, und in jener 2022er-Stichprobe wichen seine Schätzungen stärker ab. Sie deckt sich außerdem mit dem, was Praktiker ständig wiederholen: Die Schätzungen sind nützlich, um Trends zu erkennen und Wettbewerber zu vergleichen, aber nie, um den eigenen Traffic zu berichten. Dafür öffnest du die Search Console.

Die Lücke hat einen engen praktischen Nutzen. Das Verhältnis der echten Search-Console-Klicks deiner eigenen Seite zur Schätzung eines Tools kann grob die Zahl dieses Tools für einen Wettbewerber plausibilisieren, aber nur für einen Wettbewerber ähnlicher Größe und ähnlichen Markts. Betonung auf grob: Unsere drei Testseiten zeigen, dass der Fehler von einer nahezu exakten Übereinstimmung bis zu einer fast fünffachen Überschätzung reicht, ein von einer Seite übernommenes Verhältnis überträgt sich also nicht sauber auf eine Seite anderer Größe oder anderen Alters. Es ist bestenfalls ein Bauchgefühl-Check.

Keyword-Recherche: Datenbankbreite gegen Klick-Realismus

Hier zeigt sich der Charakterunterschied am deutlichsten. Semrushs Keyword Magic Tool ist auf Breite ausgelegt. Es liefert umfangreiche, nach Themencluster gruppierte Listen samt Suchintention und einem auf deine Domain abgestimmten Personal Keyword Difficulty Score. Wenn dein Job ist, jeden Blickwinkel auf ein Thema zu finden und die Abdeckung zu kartieren, liefert Semrush mehr Material: die Breite hinter den größeren Keyword-Zahlen, die wir oben gesehen haben.

Semrush Keyword Magic Tool für den Seed „ai visibility tools“, zeigt 4.824 Keywords, gruppiert in Themencluster mit Suchintention, Keyword Difficulty und Volumen-Spalten.
Ein Seed-Keyword fächert sich in Semrushs Keyword Magic Tool zu 4.824 Begriffen auf, gruppiert nach Cluster, Intention und Difficulty.

Ahrefs Keywords Explorer ist auf Realismus ausgelegt. Seine charakteristische Kennzahl ist Traffic Potential: Ahrefs' Schätzung des monatlichen organischen Traffics, den die aktuell bestplatzierte Seite für einen Begriff aus allen Keywords zieht, für die sie rankt, nicht nur aus dem Volumen des Hauptbegriffs. Es liefert außerdem eine Clicks-Metrik, seine Schätzung der durchschnittlichen monatlichen SERP-Klicks, die ein Keyword erzeugt, die sowohl Zero-Click-Suchen als auch Suchen mit mehreren Klicks berücksichtigt. Bei einer Anfrage, bei der ein AI Overview oder ein Featured Snippet die meisten Klicks abgreift, ist das der Unterschied zwischen einem Keyword, das man verfolgt, und einem, das man überspringt.

Die Debatte um die Datenbankgröße ist größtenteils Rauschen. Vergleichsartikel nennen für dasselbe Tool Keyword-Datenbankzahlen, die je nach Autor um ein Vielfaches auseinanderliegen. Das zeigt, dass diese Zahlen unzuverlässige Marketingangaben sind, keine geprüften Fakten. Beide Tools indexieren zig Milliarden Keywords, das reicht. Was sich unterscheidet, ist die Philosophie: Semrush gilt gemeinhin als der großzügigere Zähler mit den höheren Volumen, Ahrefs als der zurückhaltendere. Genau dieses Muster zeigte auch unser eigener Drei-Seiten-Test. Beide Ansätze sind vertretbar, und die KI-Antworten, die du heute siehst, wiederholen zunehmend beide Zahlensätze, als wären sie geklärt, was sie nicht sind.

Fazit: Semrush eignet sich besser für Breite und Content-Planung, Ahrefs besser dafür, zu beurteilen, ob ein Keyword Klicks bringt.

Ahrefs hat sich seinen Namen mit Backlinks gemacht und ist für Link-Arbeit noch immer die Standardwahl, aber die Geschichte vom „größeren Index“ hat sich auf dem Papier gedreht. Nach der eigenen, selbst gemeldeten Zählung jedes Anbieters (mit Vorsicht zu genießen) wirbt Semrush inzwischen mit der höheren Rohzahl (rund 43 Billionen Links, verglichen mit der Historie externer Backlinks, die Ahrefs auf seiner eigenen Big-Data-Seite veröffentlicht), auch wenn beide unter unterschiedlichen Definitionen zählen: Behandle beide als Marketingzahlen. In einem Drittanbieter-Test mit zehn Domains fand Style Factory, dass Semrush bei neun von zehn mehr verweisende Domains meldete, darunter Amazon (4,4 Millionen gegenüber 2,2 Millionen bei Ahrefs).

Dann schau auf unsere eigene kleinste Seite, und es dreht sich um: Für geotoolbox.ai findet Ahrefs 121 verweisende Domains und Semrush 44, und zwischen unseren beiden Abrufen erfasste Ahrefs die neuen Links der Seite schneller (die Bewegungstabelle oben zeigt die genauen Deltas). Dieselbe Seite, und das Tool mit dem „kleineren“ Index fand fast dreimal so viele verweisende Domains. Die Zählungen widersprechen sich in beide Richtungen, und die reine Indexgröße sagt sehr wenig aus.

Praktiker greifen hier oft zu einem neutralen Maßstab: dem Bot-Verzeichnis von Cloudflare Radar, das Crawler nach dem Traffic rankt, den Cloudflare tatsächlich in seinem Netzwerk beobachtet. Als wir am 7. August 2026 nachsahen, war AhrefsBot der bestplatzierte SEO-Crawler auf der Liste, Rang 13 gesamt nach Traffic-Volumen, einen Platz vor Semrushs Backlink-Crawler, SemrushBotBacklinks, auf Rang 14. Es ist eine Momentaufnahme, und die Reihenfolge verschiebt sich.

Was sie unterscheidet, sind Qualität und Historie. Ahrefs aktualisiert seinen Link-Index laufend und hält Jahre an historischen Daten vor, und sein Crawler ist seit Langem der Favorit von Praktikern für Link-Audits, Disavow-Arbeit und das Aufspüren der besten Links eines Wettbewerbers. Ein riesiger Index voller toter oder spammiger Links ist schlechter als ein kleinerer, sauberer. Wenn Backlinks der Kern deiner Arbeit sind, bleibt Ahrefs die sicherere Standardwahl, und unser Guide zu den besten Plattformen für Linkaufbau deckt die Outreach-Tools ab, die auf dem Index aufsetzen, für den du dich entscheidest. Willst du Backlinks nur als einen Teil einer breiteren Suite, ist Semrushs Datenlage inzwischen bei der reinen Menge echt konkurrenzfähig.

Alles andere: Audits, Rank-Tracking, PPC, Local, Content

Außerhalb von Keywords und Links ist die Trennung einfacher: Semrush macht mehr Dinge, Ahrefs macht weniger Dinge mit einer klareren Oberfläche. Das ist der Zielkonflikt zwischen einer All-in-one-Plattform und einem fokussierten Spezialwerkzeug, und er gibt bei den meisten Käufen den Ausschlag.

AufgabeAhrefsSemrushVorteil
Site-AuditSauberer, solider technischer CrawlBreitere Problemabdeckung und geführte Fixes, in unserer NutzungSemrush
Rank-TrackingGoogle, Desktop und Mobile; wöchentlich standardmäßig auf den unteren StufenTägliche Updates; Google, Bing und mehrSemrush
Paid Search / PPCGrundlegende Ad-DatenVolles PPC, Ad-Historie, Keyword-GapSemrush
Local SEOKein SchwerpunktListings, Reviews, Map-Pack-Tools (Add-on)Semrush
Content-ToolsEinfache KI-SchreibhilfenSEO Writing Assistant, Content-TemplatesSemrush
BedienbarkeitKlarer, schneller zu lernenMächtig, aber steilere LernkurveAhrefs

Die Tabelle liest sich wie ein klarer Sieg für Semrush, und was die Funktionszahl angeht, ist sie es auch. Aber Breite hat ihren Preis: Semrushs Local-, Agentur- und KI-Funktionen sind oft kostenpflichtige Add-ons zusätzlich zum Basisplan, und die Oberfläche trägt das Gewicht, alles zu können. Ahrefs macht absichtlich weniger, und wer täglich darin arbeitet, bevorzugt oft eben diesen Fokus. Ist deine Arbeit wirklich nur organische Suche und Links, zahlst du für Module, die du nie öffnen wirst.

Ein Eigentümerwechsel ist erwähnenswert, bevor du dich festlegst. Semrush gehört inzwischen zu Adobe: Adobe hat die Übernahme am 28. April 2026 abgeschlossen und will Semrushs Daten in seinen Enterprise-Marketing-Stack einbinden. Läuft dein Team bereits auf Adobe, ist diese Richtung ein echtes Plus für das All-in-one-Argument. Manche Praktiker in SEO-Foren gingen nach der Ankündigung den anderen Weg und verlängerten bei Ahrefs (inzwischen das einzige unabhängige der beiden) aus Vorsicht gegenüber Preisen und Roadmap unter neuer Eigentümerschaft. Keine der beiden Reaktionen ändert, was die Tools heute messen, aber es gehört 2026 zum Gesamtbild vor dem Kauf.

KI-Sichtbarkeit: Wo Semrush 2026 die Nase vorn hat

Das ist einer der Hauptgründe, warum Semrush inzwischen für alle, deren Publikum sich in Richtung KI-Antworten bewegt, bei Integration und Einstiegspreis die naheliegende Wahl ist, wenn es nur eine Plattform sein soll. Da ein wachsender Anteil der Suchanfragen mit einer KI-Antwort endet statt mit einem Klick auf einen blauen Link, ist es keine Bonusmetrik mehr, ob du auftauchst, wenn ChatGPT, Gemini oder Googles KI-Modus eine Frage in deinem Markt beantwortet. Beide Tools verfolgen das. Nur nicht auf die gleiche Art.

Semrushs Antwort ist das KI-Sichtbarkeits-Toolkit, und es ist das besser verpackte, besser integrierte der beiden. Es bewertet deine Marke mit einem KI-Sichtbarkeits-Score (ein Benchmark von 0 bis 100, wie oft KI-Antworten dich im Vergleich zum Median deiner Top-Wettbewerber erwähnen) und einem Share-of-Voice-Prozentsatz, über ChatGPT, Googles KI-Modus, Googles AI Overviews, Gemini und Perplexity hinweg, laut Semrushs eigener Plan-Dokumentation. Prompt Research zeigt, um welche Prompts es sich zu kämpfen lohnt und wer dort schon mitspielt; eine Aufschlüsselung der zitierten Quellen zeigt, welche Seiten die Engines tatsächlich heranziehen; das tägliche Prompt-Tracking verfolgt 25 individuelle Prompts, um Wettbewerber zu vergleichen und Verschiebungen über Zeit zu beobachten; und seit Semrushs Neupositionierung 2026 ist das Toolkit zu einem vollständigen KI-Sichtbarkeits-Bereich der App gewachsen, mit Berichten zu Markenperformance, Wahrnehmung und Marken-Sentiment neben dem Tracking. Hast du bereits einen Semrush-SEO-Plan, ist diese KI-Ebene ein separater Kauf (Preise weiter unten); Semrush One ist der Name der drei Bundles oberhalb des eigenständigen SEO-Plans (Starter, Pro+ und Advanced), und jedes davon bindet die KI-Ebene ein, statt sie separat zu berechnen. So oder so liegt sie im selben Account wie deine Keyword-, Backlink- und Content-Daten, was genau das Verkaufsargument ist: KI und SEO vereint in einem Account.

Semrush KI-Sichtbarkeit Hauptmetriken für geotoolbox.ai: Erwähnungen 0, Zitate 39 (plus 550 %), und zitierte Seiten 25 (plus 400 %), im Anstieg von Juni bis Juli 2026.
Semrushs KI-Sichtbarkeits-Toolkit auf unserem eigenen geotoolbox.ai-Account: Zitate (39) und zitierte Seiten (25) über die Zeit verfolgt. Die Prozentangaben nutzen das kürzere Standardfenster des Dashboards, nicht den im Text besprochenen Juli-August-Vergleich.

Ahrefs antwortet mit Brand Radar, und bei der reinen Engine-Abdeckung ist es das breitere der beiden: Es indexiert dasselbe Set aus ChatGPT / AI Overviews / KI-Modus / Gemini / Perplexity plus Microsoft Copilot (und, kostenlos während der Beta-Phase, die Discovery-Flächen YouTube, TikTok und Reddit), gestützt auf einen Prompt-Index, den Ahrefs mit über 456 Millionen monatlichen Prompts angibt, Stand September 2026, mit eigenem Wettbewerbsvergleich und individuellem Prompt-Tracking. Diese Breite kommt mit zwei Einschränkungen: Grok taucht auf der aktuellen Brand-Radar-Produktseite nicht mehr auf (Ahrefs' Hilfedokumentation listet seinen Index weiterhin als pausiert), und Claude steht nur für individuelle Prompts zur Verfügung, nicht als eine der sechs vollständig indexierten Plattformen; seine Abfragen verbrauchen außerdem zusätzliche Checks. Seine Schwächen hat Brand Radar bei Verpackung und Preis.

KI-Sichtbarkeits-FunktionSemrush KI-Sichtbarkeits-ToolkitAhrefs Brand Radar
Verfolgte EnginesChatGPT, Googles KI-Modus + AI Overviews, Gemini, PerplexityDasselbe Set plus Copilot, und (kostenlos in der Beta) YouTube, TikTok, Reddit; Claude nur für individuelle Prompts
Marken-ScoreKI-Sichtbarkeits-Score (0–100) + Share of VoiceErwähnungs- und Anteilsmetriken
Prompt-TrackingTäglich, 25 individuelle Prompts auf der Basis-StufeTäglich oder monatlich, Kontingent je nach Paket
WettbewerbsvergleichJa, plus Marken-SentimentJa
Aufschlüsselung zitierter QuellenJaJa
Was es tatsächlich kostet99 $/Monat pro Domain (gleicher Preis monatlich oder jährlich), oder in den Semrush-One-Stufen (Starter, Pro+, Advanced) inklusiveKleines tägliches Prompt-Kontingent jetzt ab der Lite-Stufe inklusive; individuelles Prompt-Tracking in Paketen ab 50 $/Monat (dann 100 und 250 $/Monat), oder der AI Visibility Index ab 199 $/Monat pro Plattform, 699 $/Monat für alle Plattformen

Zwei Vorbehalte, bevor du diese Tabelle als klaren Sieg für Semrush liest. Erstens wird das KI-Sichtbarkeits-Toolkit separat verkauft. Es steckt weder im eigenständigen SEO-Plan noch in den älteren Guru- und Business-Abos, ist also eine echte Position auf der Rechnung; wo es gewinnt, sind Verpackung und der Einstiegspreis für die volle KI-Sichtbarkeits-Suite, nicht eine breitere Engine-Abdeckung. Auch die Einheiten unterscheiden sich: Semrushs 99 $ gelten pro Domain und vervielfachen sich über ein Kundenportfolio, während Ahrefs' Brand Radar sein Einstiegspaket für individuelles Prompt-Tracking bei 50 $/Monat ansetzt (steigend über 100 und 250 $/Monat) und seinen AI Visibility Index pro Plattform ab 199 $/Monat bepreist, oder 699 $/Monat für alle Plattformen, eine Agentur mit mehreren Marken sollte hier selbst nachrechnen. Zweitens modellieren beide Tools KI-Sichtbarkeit mit simulierten Prompts, statt echte Nutzersessions zu beobachten. Behandle ihre Scores deshalb wie ihre Traffic-Schätzungen: hervorragend für die eigene Trendlinie und den Wettbewerbsvergleich, aber kein exakter Zähler dafür, wie oft ein Mensch deinen Namen gesehen hat. (Ein kleiner Vorbehalt aus unserem eigenen Account: Das Distribution-by-LLM-Panel des Toolkits zeigte Daten für vier der fünf dokumentierten Engines, für Perplexity lag für unsere Domain noch nichts vor.)

Wir haben diese Ebene auch auf einer Seite laufen lassen, die wir selbst besitzen. Richtet man beide Tools auf dieselbe Marke, zeigen sie KI-Zitate, die ein reiner Google-Klick-Report nie erfasst. geotoolbox.ai kommt nach rund zweieinhalb Monaten, in denen wir publizieren, auf etwa 380 Google-Klicks im Monat (immer noch eine winzige Zahl), und trotzdem melden beide Tools, dass die Seite in KI-Antworten auftaucht.

Die Zahlen, Stand 1. August: Ahrefs erfasste 95 ChatGPT-Antworten über 15 seiner Seiten, gegenüber 29 über 9 im Juli. Semrushs KI-Sichtbarkeits-Toolkit erfasste 39 Zitate über 25 zitierte Seiten, gegenüber 31 über 19. Ahrefs' Site-Explorer-Übersicht führt inzwischen außerdem einen kostenlosen Index pro Plattform, eine wirklich nützliche Ergänzung, die für dieselbe Seite 108 Copilot- und 64 Perplexity-Antworten zeigte. Das sind unterschiedliche Einheiten, die sich nicht direkt vergleichen lassen, aber zusammen machen sie den Punkt konkret: Für eine KI-first-Marke ist die Keyword-Zahl ein Fortschrittssignal, während die Frage, ob Engines dich tatsächlich zitieren, eine eigene Frage ist, für die KI-Sichtbarkeits-Tools gebaut sind.

Danach haben wir die First-Party-Daten derselben Seite aus den Bing Webmaster Tools gezogen, deren KI-Performance-Report Zitate erfasst, die innerhalb von Microsofts Copilot-Ökosystem entstehen. Er zählte 15.300 Zitate über durchschnittlich 24 zitierte Seiten in drei Monaten, Größenordnungen über den 95 Antworten und 39 Zitaten, die die beiden Suiten erfassten. Bing selbst nennt seine Zahl eine Stichprobe, und sie deckt eine andere Engine, einen anderen Zeitraum und eine andere Einheit ab als die simulierten Prompts der Suiten, das ist also kein Vergleichsmaßstab. Was sie zeigt, ist Reichweite: Die Suiten ziehen über ihre Engine-Panels Stichproben aus einem festen Prompt-Set (Ahrefs' Set schließt Copilot ein, aber als Stichprobe), während Bing echte Zitate innerhalb des eigenen Ökosystems protokolliert. Keine einzelne Quelle sieht alles.

Bing Webmaster Tools KI-Performance-Report für geotoolbox.ai zeigt 15,3K Gesamtzitate und 24 durchschnittlich zitierte Seiten über drei Monate, aus Microsofts Copilots und Partnern.
Dieselbe Seite in den Bing Webmaster Tools: 15.300 Zitate in Microsofts Copilot-Ökosystem über drei Monate erfasst, eine First-Party-Stichprobe, anders gemessen als die simulierten Prompts der Suiten.

Der Arbeitsablauf, den dieser Artikel immer wieder empfiehlt: Nutze die Suiten (Semrushs Toolkit oder Ahrefs' Brand Radar) für die eigene Trendlinie und den Wettbewerbsvergleich, gleiche ihre Ergebnisse mit den First-Party-Daten ab, die die Plattformen selbst melden (Bing Webmaster Tools schon heute, Googles Pendant, sobald verfügbar), und mit einer unabhängigen, engineübergreifenden Prüfung, im Bewusstsein, dass jede nur einen Teilausschnitt zeigt. Für mehr zur KI-Seite speziell erklären wir, wie man KI-Share-of-Voice liest, warum Engines einen Prompt in Dutzende Unterfragen auffächern (weshalb breite Keyword-Abdeckung hier weiterhin hilft), und wie sich die dedizierten KI-Sichtbarkeits-Tools schlagen.

Preise: Was du 2026 wirklich zahlst

Die Listenpreise liegen auf jeder Stufe nah beieinander. Der eigentliche Unterschied liegt bei den zusätzlichen Kosten: Ahrefs' günstigere Pläne rechnen über Credits ab, während Semrush Add-ons für zusätzliche Nutzer, Local und KI-Sichtbarkeit berechnet. Hier sind die aktuellen Kernpläne, live geprüft am 17. September 2026 auf den deutschen Preisseiten beider Anbieter; die Zahlen ändern sich bei beiden häufig, prüfe sie vor dem Kauf noch einmal nach.

StufeAhrefsSemrush
Günstigster VollplanLite, 119 €/Monat (eingeschränkter Ahrefs-Starter ab 27 €)SEO, 134 €/Monat
MittelStandard, 229 €/MonatSemrush-Starter, 190 €/Monat
HochAdvanced, 419 €/MonatPro+, 286 €/Monat
Höchste öffentliche StufeEnterprise, 929 €/MonatAdvanced, 526 €/Monat
Kostenlos / TestphaseAhrefs Free, die umbenannten Webmaster Tools (nur eigene, verifizierte Seiten); keine zeitlich befristete Testphase7 Tage kostenlos + eingeschränkter Free-Account

Ein paar Dinge, die die Tabelle nicht zeigt. Semrushs alte Pro-/Guru-/Business-Stufenleiter ist von der öffentlichen Preisseite verschwunden: bestehende Abos laufen weiter, sind aber nicht mehr buchbar; ein neuer Käufer sieht nur noch den eigenständigen SEO-Plan neben den drei Semrush-One-Bundles (Starter, Pro+, Advanced) aus der Tabelle oben. Und beide Preisseiten zeigen Nettopreise: Als privater Käufer zahlst du beim Checkout die deutsche Mehrwertsteuer (aktuell 19 %) obendrauf; als Unternehmen mit gültiger USt-IdNr. berechnet dir keiner der beiden Anbieter Mehrwertsteuer: Die Steuerschuld verlagert sich per Reverse-Charge-Verfahren auf dich, sie entfällt nicht einfach. Ahrefs rechnet zudem grundsätzlich in US-Dollar und rechnet zu einem intern festgelegten, gelegentlich aktualisierten Kurs in Euro um, sodass sich der Euro-Betrag verschieben kann, ohne dass sich der Dollar-Betrag ändert; Semrush stellt Rechnungen je nach Abo-Währung in US-Dollar oder Euro aus. Ahrefs' Einstiegsplan Lite ist erschwinglich, aber über Credits limitiert (1.000 Credits pro Nutzer), und die sind in einer tiefen Recherchesession schnell aufgebraucht, während die höheren Stufen auf unbegrenzte Credits umsteigen, aber andere Export- und Projektgrenzen behalten. Beide Suiten rabattieren die Jahresabrechnung um jeweils bis zu rund 17 % (bei Ahrefs entspricht der Jahrespreis auf jeder Stufe dem zehnfachen Monatspreis, du sparst also zwei Monate). Die Add-on-Preise für die KI-Ebene weiter oben stehen in US-Dollar, weil wir ihre Euro-Beträge nicht für jeden Abrechnungszeitraum verlässlich bestätigen konnten; die Kernpläne hier sind die Netto-Euro-Preise der deutschen Seiten.

Passt Semrushs Breite besser zu dir und willst du diesen Drei-Seiten-Test auf deinem eigenen Account nachstellen: Das SEO-Toolkit startet bei 134 €/Monat netto (günstiger bei Jahresabrechnung), und es gibt eine 7-tägige kostenlose Testphase, um es zuerst auszuprobieren. Bei knappem Budget lohnt sich vorher ein Blick in unseren Guide zu den besten kostenlosen SEO-Tools, bevor du für eines der beiden zahlst.

Also, welches solltest du kaufen?

Passe das Tool an deine Arbeitsweise an, nicht an eine Punktetabelle. Tendierst du zu Semrush, geht unsere ausführliche Semrush-Rezension tiefer auf die Preise 2026, das KI-Sichtbarkeits-Toolkit und die Kritik an der Abrechnung ein, die du vor dem Abo kennen solltest.

Du bist...WahlWarum
Neuer oder kleiner SeitenbetreiberKostenlos starten, dann SemrushFang mit Search Console und Keyword Planner an (kostenlos). Zahlst du, zeigt dir Semrush deutlich mehr von deiner frühen Präsenz, nützlich zur Orientierung, auch wenn diese größere Zahl das ist, was die Datenbank sieht, nicht Besuche, die du bekommst. Ahrefs hat einen eingeschränkten Starter-Plan ab 27 €, aber für echte Recherche kosten beide Vollpläne etwa dasselbe.
SEO-Spezialist oder LinkaufbauerAhrefsIst SEO der ganze Job (Link-Audits, Disavows, organische Recherche, technische Crawls), gewinnt das fokussierte Tool: klarere Oberfläche, vertrauenswürdige Backlink-Daten, konservative Zahlen, nichts, was du nie öffnest.
Agentur, Marketingteam oder GeneralistSemrushSEO, PPC, Content, Local, KI-Sichtbarkeit und Reporting in einem Anbieter-Ökosystem (teils als kostenpflichtige Add-ons) schlägt das Zusammenstückeln einzelner Tools. Willst du die Arbeit lieber auslagern, starte mit unserem Guide zu den besten KI-SEO-Agenturen.
KI-first / GEO-fokussierte SeiteSemrush + KI-Sichtbarkeits-ToolkitEin Anbieter deckt die Such- und die KI-Antwort-Ebene ab: KI-Sichtbarkeits-Score, Share of Voice und tägliches Prompt-Tracking neben den SEO-Daten.

Ein Punkt, den DACH-Vergleiche oft mitnennen und den englischsprachige Listen komplett auslassen: Für die reine DACH-Sichtbarkeit ziehen viele deutsche Agenturen zusätzlich Sistrix heran (ab 119 €/Monat zzgl. MwSt., höhere Stufen bis 799 €), dessen eigener Sichtbarkeitsindex speziell auf den deutschen Markt kalibriert ist, oder das günstigere XOVI (ab 99 €/Monat), meist ergänzend zu Semrush oder Ahrefs, nicht als Ersatz für deren Keyword- oder Backlink-Daten. Weder Semrush noch Ahrefs hat einen Firmensitz in Deutschland oder Irland: Semrushs EU-Ansprechpartner ist die tschechische Semrush CZ s.r.o. in Prag, Ahrefs sitzt in Singapur und benennt lediglich einen DSGVO-Vertreter nach Art. 27 in Irland, kein eigener Sitz, also auch keine federführende irische Aufsichtsbehörde für Ahrefs. Beschwerst du dich als deutscher Nutzer, ist deine eigene Landesdatenschutzbehörde zuständig (Art. 77 DSGVO), nicht eine ausländische Stelle.

Das klare Fazit: Für die meisten, die 2026 ein Tool kaufen, ist Semrush die Standardwahl, weil die meisten keine reinen SEOs sind. Es ist die All-in-one-Marketingplattform der beiden, zeigt einer kleinen Seite früher mehr vom eigenen Fußabdruck (im Bewusstsein, dass breitere Abdeckung nicht mehr Genauigkeit bedeutet), und seine KI-Sichtbarkeits-Ebene kommt vom selben Anbieter wie alles andere. Ahrefs ist der bessere Kauf für den SEO-Spezialisten: Verbringst du deine Tage in Backlink-Profilen und organischer Recherche und willst konservative Zahlen in einem aufgeräumten Tool, ist sein Fokus der Punkt. Keines der beiden zeigt dir deinen echten Traffic, halte also die Search Console offen, egal für welches du dich entscheidest.

Eine letzte Sache, weil sie der Grund ist, warum wir diesen Test überhaupt gemacht haben. Taucht deine Marke zunehmend in KI-Antworten statt nur in blauen Links auf, ist die Tool-Frage nur die halbe Miete. Von den beiden hat Semrush die KI-Sichtbarkeit am weitesten in die Plattform integriert: Sein KI-Sichtbarkeits-Toolkit zieht Zitat-Tracking, Share of Voice und tägliches Prompt-Monitoring in denselben Account wie die SEO-Daten. Für eine Seite wie unsere, deren Google-Klicks winzig sind, deren Name aber in KI-Antworten auftaucht, ist diese Ebene die, die sich am ehesten im Blick zu behalten lohnt. Starte die 7-tägige Semrush-Testphase, um deine eigenen Zahlen zu ziehen, und gleiche sie dann mit der Search Console und einer unabhängigen KI-Zitat-Prüfung ab: Die Abweichung zwischen den dreien sagt mehr als jedes einzelne Tool für sich.

Häufige Fragen

Was ist besser, Semrush oder Ahrefs?

Für die meisten, die ein einzelnes Tool kaufen, ist Semrush die bessere Wahl, weil es eine All-in-one-Marketingplattform ist: SEO, Paid Search, Content, Local und KI-Sichtbarkeit in einem Account, und es zeigte auf jeder von uns getesteten Seite mehr Keywords. Ahrefs ist die bessere Wahl für SEO-Spezialisten, deren Arbeit von Backlinks und organischer Recherche getrieben ist und die eine klarere Oberfläche mit konservativeren Zahlen bevorzugen. Keines der beiden Tools erfasst deinen tatsächlichen Traffic. Kombiniere deine Wahl also immer mit der Google Search Console.

Warum zeigen Semrush und Ahrefs unterschiedliche Keyword-Zahlen für dieselbe Seite?

Weil sie unterschiedliche Keyword-Datenbanken, Update-Zyklen und Definitionen eines rankenden Keywords führen. Semrush katalogisierte auf jeder von uns getesteten Seite mehr Begriffe; welche Abfragearten den Unterschied treiben, haben wir nicht getestet. In unseren Daten reichte die Lücke von etwa dreifach auf einer großen Seite bis 36-fach auf einer kleinen, neuen. Auf unserer kleinsten Seite weitete sich die Lücke zwischen den beiden Abrufen (von 31-fach auf 36-fach, wobei Semrush rund 400 Keywords hinzugewann, gegenüber sieben bei Ahrefs); auf den beiden größeren Seiten verengte sie sich leicht.

Verfolgt Semrush KI-Suchsichtbarkeit?

Ja. Semrushs KI-Sichtbarkeits-Toolkit verfolgt, wie deine Marke in ChatGPT, Googles KI-Modus und AI Overviews, Gemini und Perplexity auftaucht, mit einem KI-Sichtbarkeits-Score, Share of Voice, Prompt Research, Aufschlüsselung der zitierten Quellen und täglichem Tracking von 25 individuellen Prompts für den Wettbewerbsvergleich. Das Toolkit kostet separat 99 $/Monat pro Domain, gleicher Preis monatlich oder jährlich, ist aber in den Semrush-One-Stufen Starter, Pro+ und Advanced enthalten. Zu den Standard-SEO-Plänen gehört es nicht. Ahrefs bietet ein ähnliches Tracking über Brand Radar mit einem noch breiteren Engine-Set (es ergänzt Copilot, plus die während der Beta kostenlosen Discovery-Flächen YouTube, TikTok und Reddit, und Claude nur für individuelle Prompts); jeder Ahrefs-Plan ab Lite bindet inzwischen ein kleines tägliches Prompt-Kontingent ein, mit individuellem Prompt-Tracking ab 50 $/Monat und einem AI Visibility Index ab 199 $/Monat pro Plattform, oder 699 $/Monat für alle Plattformen.

Brauchst du sowohl Semrush als auch Ahrefs?

Die meisten nicht. Die Überschneidung ist groß, und ein Tool plus die Google Search Console deckt den Kernjob ab. Teams mit ernsthaftem Linkaufbau behalten manchmal Ahrefs für seinen Backlink-Index neben Semrush für alles andere, doch die Kosten für zwei volle Abos können sich die meisten Solo-Betreiber sparen.

Gibt es eine kostenlose Alternative zu Semrush und Ahrefs?

Die Google Search Console und der Google Keyword Planner sind kostenlos und decken deine eigenen Rankings und grundlegende Keyword-Volumen ab. Beide Tools bieten außerdem eingeschränkte kostenlose Stufen, und für einzelne Aufgaben gibt es kostenlose Bewertungstools. Unser Guide zu den besten kostenlosen SEO-Tools stellt die Optionen vor, die sich vor einem kostenpflichtigen Abo lohnen, und unsere Guides zu Semrush-Alternativen und Ahrefs-Alternativen vergleichen die günstigeren bezahlten Optionen nach Aufgabe.

Welches ist besser für eine neue oder kleine Website?

Semrush, in den meisten Fällen. In unserem eigenen Test katalogisierte es deutlich mehr der Keywords, die unsere junge Seite aufnahm, du siehst damit Fortschritt, den Ahrefs noch nicht registriert. Auf unserer eigenen neuen Seite wuchs Semrushs Keyword-Zahl zwischen den beiden Abrufen um Hunderte, während Ahrefs' um sieben wuchs, und sein Authority Score stieg von 7 auf 11 (DR und Authority Score sind getrennte proprietäre Skalen, lies also jede Entwicklung nur für sich). Ist das Budget der entscheidende Faktor: Ahrefs hat eine eingeschränkte Starter-Stufe ab 27 €, während beide Vollpläne im Einstieg etwa dasselbe kosten. Greif zuerst auf die kostenlosen Optionen zurück (Search Console, Keyword Planner und der jeweils kostenlose Zugang). So oder so: Behandle die Traffic-Schätzungen als Richtwert, bis die Search Console genug Daten hat.

Weitere Fragen

Kannst du Semrushs Traffic-Zahlen vertrauen?

Vertraue ihnen für den relativen Vergleich und die Trendrichtung, nicht als wörtliche Besuche. In unserem Test im August 2026 über drei Seiten lag Semrushs Schätzung des organischen Traffics auf allen dreien höher als die von Ahrefs und überschätzte auf jeder die tatsächlichen Google-Search-Console-Klicks; Ahrefs überschätzte die größte Seite ebenfalls deutlich, landete aber nach einer scharfen Abwärtskorrektur bei unserer kleinsten Seite nur wenige Klicks neben der Realität. Beide Tools modellieren Traffic aus Rankings und Klickkurven; nur die Search Console zählt deine echten Klicks.

Quellen

  • How Accurate Are the Search Traffic Estimations in Ahrefs? (New Research) - Ahrefs (Tim Soulo), Mai 2022 - ahrefs.com/blog/traffic-estimations-accuracy
  • Semrush Features for AI Visibility (Engine-Abdeckung je Plan) - Semrush, geprüft am 17. September 2026 - semrush.com/kb/1626-ai-visibility-features
  • SEO & AI Search Plans and Pricing - Semrush, live geprüft am 17. September 2026 - semrush.com/pricing/seo-ai-search/ und de.semrush.com/pricing/seo-ai-search/
  • AI Visibility Toolkit (Funktionen und Preise) - Semrush - semrush.com/kb/1493-ai-visibility-toolkit
  • Brand Radar (KI-Sichtbarkeits-Funktionen, Abdeckung und Preise) - Ahrefs, live geprüft am 17. September 2026 - ahrefs.com/brand-radar und help.ahrefs.com/en/articles/11064852-what-is-brand-radar-and-how-to-use-it
  • Adobe Completes Semrush Acquisition - Adobe-Pressemitteilung, 28. April 2026 - news.adobe.com/news/2026/04/adobe-completes-semrush-acquisition
  • Bot-Traffic-Verzeichnis, nach Traffic-Volumen sortiert - Cloudflare Radar, geprüft am 7. August 2026 - radar.cloudflare.com/bots/directory
  • KI-Performance-Report (First-Party-KI-Zitatdaten für geotoolbox.ai; Bing bezeichnet die Zahlen selbst als Stichprobe der Gesamtaktivität, aus Microsofts Copilots und Partnern) - Bing Webmaster Tools, August 2026 - bing.com/webmasters
  • Ahrefs-Preise - Ahrefs, live geprüft am 17. September 2026 - ahrefs.com/pricing und ahrefs.com/de/pricing
  • Ahrefs vs Semrush (2026) - Which Should You Use? (Test verweisender Domains über 10 Domains) - Style Factory, aktualisiert am 2. September 2026 - stylefactoryproductions.com/blog/ahrefs-vs-semrush
  • Google Search Console (First-Party-Klickdaten) - Google - search.google.com/search-console/about
  • Sistrix-Preise - Sistrix, live geprüft am 17. September 2026 - sistrix.de/preise
  • XOVI-Preise - XOVI, live geprüft am 17. September 2026 - xovi.de/preise
  • Datenschutzerklärungen (EU-Niederlassung und Vertreter) - Semrush semrush.com/company/legal/privacy-policy/ und Ahrefs ahrefs.com/legal/privacy-policy, beide live geprüft am 17. September 2026
  • First-Party-Accountdaten für geotoolbox.ai und zwei anonymisierte Kundenseiten, aus unseren eigenen Ahrefs-, Semrush-, Bing-Webmaster-Tools- und Google-Search-Console-Accounts, 20. Juli und 1. August 2026.

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