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Copilot vs. ChatGPT: Unterschiede, Preise, Datenschutz

Copilot vs. ChatGPT: gleiches Gehirn, anderer Körper. Modelle, Preise in Euro, Office-Anbindung, DSGVO und wer deine Marke zitiert. Stand November 2026.

Samy Ben SadokSamy Ben Sadok22 Min. Lesezeit
In diesem Beitrag15 Abschnitte

Copilot oder ChatGPT? Am Anfang steht eine schlichte Tatsache: Beide denken mit demselben Gehirn. Der private Microsoft Copilot und ChatGPT nutzen beide GPT-Modelle von OpenAI. Bei einer schnellen Frage würdest du sie kaum auseinanderhalten.

Der Unterschied liegt im Körper, der um dieses Gehirn gebaut ist. ChatGPT ist ein eigenständiger Assistent, den du gezielt aufrufst. Microsoft Copilot steckt in Word, Excel und Outlook und kann in der bezahlten Version auf die Dateien deines Unternehmens zugreifen. Dieser Ratgeber zeigt, wo sich das bemerkbar macht: bei den Euro-Preisen der deutschen Preisseiten, bei den aktuellen Modellen und bei DSGVO und Betriebsrat im Unternehmen. Dazu kommt eine Frage, die viele Vergleiche übergehen: Welche der beiden KIs zitiert eher deine Marke?

Eine Vorbemerkung: Die Modellnamen ändern sich fast monatlich. Alle Angaben unten tragen ein Datum, und bei einem neuen Modellstart veralten die Namen schneller als die Schlussfolgerungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Copilot und ChatGPT laufen auf derselben GPT-Familie von OpenAI, der Unterschied liegt im Drumherum: ChatGPT ist eine eigenständige App. Microsoft 365 Copilot arbeitet in Word, Excel, Outlook und Teams und liest deine Dateien über den Microsoft Graph.
  • Beim Preis liegen sie gleichauf (Stand 3. November 2026): Microsoft 365 Premium kostet 22 € im Monat oder 219 € im Jahr, ChatGPT Plus 23 € im Monat; beide haben einen Gratis-Tarif, bei ChatGPT Free und Go kann Werbung erscheinen.
  • Für Unternehmen kostet Microsoft 365 Copilot 26 € pro Nutzer und Monat zuzüglich MwSt. und setzt eine Microsoft-365-Lizenz voraus; ChatGPT Business liegt bei 21 € (Jahresabo) beziehungsweise 26 € (monatlich) je Standard-Lizenz.
  • In Mandanten der EU, der EFTA-Staaten und Großbritanniens sind die Claude-Modelle in Copilot standardmäßig deaktiviert und liegen außerhalb der EU-Datengrenze, und wer Microsoft 365 Copilot im ganzen Unternehmen einführt, sollte vorher den Betriebsrat einbinden (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG).
  • Copilot verankert Webantworten im Bing-Index, ChatGPT nutzt eine eigene Suche und Quellen aus dem Training: Wer von der einen Engine zitiert wird, ist deshalb nicht automatisch bei der anderen sichtbar.

Copilot oder ChatGPT im Überblick (November 2026)

Nimm ChatGPT, wenn du einen eigenständigen Assistenten suchst, der mit dir denkt, schreibt und programmiert, und ein breites Tool-Ökosystem nutzen willst. Nimm Microsoft Copilot, wenn deine KI in Microsoft 365 arbeiten und deine eigenen E-Mails, Dateien und Meetings lesen soll. Bei einer einzelnen Alltagsfrage liegen beide so nah beieinander, dass du den Unterschied kaum bemerkst.

Die Wahl fällt trotzdem nicht leicht, weil sich die beiden stärker überschneiden, als es die Produktseiten von Microsoft und OpenAI vermuten lassen. Beide sind multimodale Chatbots, beide durchsuchen das Web, beide lesen hochgeladene Dateien, und beide führen inzwischen autonome Agenten aus. Der Unterschied zeigt sich erst, wenn deine Arbeit an den Daten deiner Organisation hängt oder in Office stattfindet.

 Microsoft CopilotChatGPT (OpenAI)
HerstellerMicrosoftOpenAI
Zugrunde liegende ModelleOpenAI (GPT-5.6, GPT-6 Sol, GPT-6.1 Sol), dazu Claude von Anthropic (Opus 5.5, Sonnet 5.5; in EU-Mandanten standardmäßig deaktiviert) und laut Medienberichten eigene MAI-Modelle; Astra und Fable nach Verbrauch über Credits in Cowork und Copilot StudioNur OpenAI: GPT-6 im normalen Chat seit Oktober 2026 (Sol ab Plus, Luna bei Free und Go), GPT-6 Astra hinter der Pro-Reasoning-Option bei Pro, Business und Enterprise, GPT-6.1 Sol und Terra in Work und Codex
Liest deine ArbeitsdateienJa, über den Microsoft Graph, begrenzt auf deine Berechtigungen (Microsoft 365 Copilot)Nur Dateien, die du hochlädst, teilst oder verbindest
Arbeitet in Office-AppsJa, in Word, Excel, Outlook und TeamsÜber Erweiterungen für Word, Excel und PowerPoint, nicht eingebaut
Websuche mit QuellenangabenJa, bei Webantworten, verankert in BingManchmal, wenn es sich für eine Suche entscheidet
StärkenOffice-Arbeit, Zusammenfassungen, Antworten aus deinen eigenen DatenSchreiben, Reasoning, Coding, Ökosystem
Wichtigster Bezahltarif (Stand 3. November 2026)Microsoft 365 Premium, 22 €/MonatPlus, 23 €/Monat

Wie sich diese Zeilen im Alltag auswirken, siehst du in den nächsten Abschnitten, angefangen bei der Frage, die fast alle zuerst stellen.

Ist Microsoft Copilot nur ChatGPT mit Bing?

Zum Teil, ja. Der kostenlose Microsoft Copilot läuft auf GPT-Modellen von OpenAI, also derselben Familie wie ChatGPT, und ergänzt sie um die Websuche von Bing. Für den lockeren Chat ist die Privatversion tatsächlich nah an „ChatGPT mit Microsoft-Oberfläche“. Der Einwand „Wozu extra zahlen?“ ist hier durchaus berechtigt.

Beim bezahlten Microsoft 365 Copilot stimmt diese Gleichung nicht mehr. Das Gehirn ist dasselbe, der Körper nicht. Microsoft 365 Copilot greift über den Microsoft Graph auf die E-Mails, Dokumente, Chats und Meetings deiner Organisation zu, begrenzt auf das, was du ohnehin sehen darfst. ChatGPT erreicht diese Daten nicht, solange du die Quellen nicht per Konnektor anbindest oder die Inhalte hineinkopierst.

Dazu kommt eine Besonderheit bei den Modellen, die das „ist doch nur ChatGPT“ widerlegt. Copilot ist nicht mehr auf OpenAI beschränkt. Microsoft hat neben GPT auch die Claude-Modelle von Anthropic eingebaut und schickt laut Medienberichten seit Mitte 2026 einen Teil der Anfragen an eigene MAI-Modelle. Je nach Aufgabe und Oberfläche kann Copilot mit einem Modell antworten, das ChatGPT gar nicht anbietet. ChatGPT nutzt dagegen ausschließlich OpenAI-Modelle. Für deutsche Unternehmen hat die Claude-Option allerdings einen Haken, den wir im Abschnitt zum Datenschutz erklären.

Außerdem lohnt sich ein Blick auf die Namen, denn hier kommt es leicht zu Verwechslungen. Microsoft Copilot ist nicht GitHub Copilot. Beide teilen sich den Namen und den Konzern, mehr nicht: GitHub Copilot schreibt Code im Editor, Microsoft Copilot formuliert deine E-Mails und fasst Meetings zusammen. Wer das eine bezahlt, bekommt das andere nicht. Bei Microsoft selbst gibt es zudem mehrere Varianten: den kostenlosen Copilot für Privatpersonen, Copilot Chat im Arbeitskonto, den kostenpflichtigen Microsoft 365 Copilot und Copilot Studio zum Bauen eigener Agenten. Ein großer Teil der Verwirrung im Netz kommt daher, dass hier drei bis vier Produkte durcheinandergeraten.

Diagramm: Microsoft Copilot und ChatGPT basieren beide auf der GPT-Familie von OpenAI. ChatGPT ist eine eigenständige App, Copilot ist in Microsoft 365 eingebunden und nutzt deine Dateien und Bing.
Beide laufen auf der GPT-Familie von OpenAI; anders ist alles, was darum herum gebaut wurde.

Preise: Was Copilot und ChatGPT in Deutschland kosten

Beide haben einen echten Gratis-Tarif, und für den privaten Gebrauch reicht meist einer davon. Bezahlen würdest du bei beiden für etwas anderes, deshalb führt ein reiner Preisvergleich leicht in die Irre. Alle Beträge unten stammen von den deutschen Preisseiten von Microsoft und OpenAI, Stand 3. November 2026, und sind nicht umgerechnet.

StufeMicrosoft CopilotChatGPT (OpenAI)
Gratis0 €: Chat, Webantworten mit Quellen, Bildgenerierung, Copilot Voice0 €: GPT-6 Luna seit 8. Oktober, unbegrenzte Textchats, kann Werbung enthalten
EinstiegMicrosoft 365 Single, 10 €/Monat oder 99 €/Jahr (Office-Apps plus Copilot)Go, 8 €/Monat, kann Werbung enthalten
Haupttarif für PrivatpersonenMicrosoft 365 Premium, 22 €/Monat oder 219 €/JahrPlus, 23 €/Monat
BusinessMicrosoft 365 Copilot: 26 € pro Nutzer und Monat zuzüglich MwSt. (Jahresabo, zusätzlich zu einer Microsoft-365-Lizenz); Copilot Business: 18,20 € zuzüglich MwSt. (bis 300 Nutzer, zusätzlich zu einem Business-Tarif)Business: 21 € je Standard-Lizenz und Monat bei Jahres-, 26 € bei Monatszahlung
Power und EnterpriseMicrosoft 365 Pro, 110 €/Monat (nur monatlich); in Unternehmen kommen Cowork, Code und Frontier-Modelle wie Astra und Fable hinzu, abgerechnet nach Verbrauch über Copilot CreditsPro in drei Stufen: 103 €, 229 € oder 510 €/Monat (die 510-€-Stufe bringt Astra Ultrafast); Enterprise auf Anfrage

Am fairsten vergleichst du Microsoft 365 Premium (22 €) mit ChatGPT Plus (23 €). Preislich liegen sie praktisch gleichauf, aber du bekommst jeweils etwas anderes. Premium holt Copilot in deine privaten Word-, Excel- und Outlook-Dateien, Plus gibt dir ChatGPT als eigenständiges Werkzeug. Den früheren Privattarif Copilot Pro verkauft Microsoft nicht mehr: Er ging in Microsoft 365 Premium auf, und der alte Store-Link leitet inzwischen dorthin um. Listet ein Ratgeber noch „Copilot Pro“ als Haupttarif, ist er veraltet.

Beim Apple App Store gelten bei ChatGPT eigene Euro-Preise, in unserem Kosten-Ratgeber zuletzt 22,99 € für Plus und 7,99 € für Go; die Beträge hier stammen von der Webseite.

Zur MwSt.: Bei Microsoft zeigen die Business-Preise ausdrücklich „zzgl. MwSt.“, die Privatpreise tragen keinen Zusatz, weil Verbraucherpreise in Deutschland Endpreise sein müssen. Die ChatGPT-Preisseite nennt gar keinen Steuerhinweis. Für ChatGPT Business bleibt der MwSt.-Ausweis damit offen. Kläre das vor dem Kauf mit OpenAI.

Beim Business-Vergleich täuscht der Listenpreis. Microsoft 365 Copilot kostet laut Microsoft 26 € pro Nutzer und Monat, ist aber eine Zusatzlizenz, die eine passende Microsoft-365-Lizenz voraussetzt; diese berechnet Microsoft separat. Pro Arbeitsplatz zahlst du also deutlich mehr als diese 26 €. Kleinere Firmen mit bis zu 300 Nutzern bekommen Copilot Business für 18,20 € im Jahresabo (21,84 € bei monatlicher Zahlung), ebenfalls nur zusätzlich zu einem Microsoft-365-Business-Tarif. Wer als bestehender Business-Kunde bis zum 31. Dezember 2026 ein Jahresabo abschließt, zahlt im ersten Jahr ab 15,60 €. ChatGPT Business braucht dagegen keine Basislizenz.

Lohnt sich ein Bezahltarif gegenüber der Gratisversion? Für die meisten Gelegenheitsnutzer nicht. Zahlen solltest du, wenn du oft an Nachrichtenlimits stößt, Copilot in deinen Office-Apps willst oder die stärksten Modelle und Werkzeuge von ChatGPT brauchst. Nach unserer Erfahrung zahlen Teams am Ende oft doppelt: Copilot für Office, ChatGPT für alles andere. Meistens trifft das Teams, die nie festgelegt haben, welches Tool welche Aufgabe übernimmt.

Ein Detail zu den Einstiegstarifen von ChatGPT: Free und Go können Werbung zeigen. OpenAI hat die Anzeigen am 18. August 2026 für die Folgewoche in 31 europäischen Märkten angekündigt, darunter Deutschland. Im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) sind sie bisher nicht personalisiert, und Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu bleiben werbefrei. Wie das Format aussieht und wie du es abschaltest, steht in unserem Ratgeber zu ChatGPT Ads.

Welche KI-Modelle laufen darunter?

Hier wird das Bild vom gemeinsamen Gehirn komplizierter, und die Versionsnummern spielen eine Rolle.

ChatGPTs stärkstes Modell ist GPT-6 Astra, veröffentlicht am 3. September 2026. Im Chat steckt es hinter der Pro-Reasoning-Option (GPT-6 Pro) bei Pro, Business und Enterprise, während Plus es nur in ChatGPT Work und Codex bekommt. Darunter läuft der normale ChatGPT-Chat seit dem 7. Oktober 2026 auf GPT-6, und dein Tarif bestimmt die Variante: Ab Plus ist es GPT-6 Sol, bei Free und Go seit dem 8. Oktober GPT-6 Luna. So steht es in den Release-Notes und auf der deutschen Preisseite von OpenAI. Ein Hilfeartikel (aktualisiert Ende Oktober) nennt für diese beiden Tarife noch GPT-5.6 Luna. Die GPT-5.6-Generation (Sol, Terra, Luna), seit dem 9. Juli 2026 allgemein verfügbar, ist damit die Vorgängerin: Ab Plus kannst du GPT-5.6 Sol weiter im Modellmenü wählen, Terra und Luna findest du nur in ChatGPT Work, in Codex oder über die API. GPT-6.1 Sol (29. September) und GPT-6.1 Terra (26. Oktober) sind Modelle für Work und Codex, nicht für den Chat. Jeder ChatGPT-Tarif nutzt ausschließlich OpenAI-Modelle.

Auch Copilot läuft auf OpenAI-Modellen. Am 9. Juli 2026 machte Microsoft die GPT-5.6-Familie zum bevorzugten Modell in Microsoft 365 Copilot, und zwar in Word, Excel, PowerPoint, Chat und Cowork. Standardmäßig wählt der Modus „Auto“ für jede Anfrage das passende Modell, im Modellwähler kannst du selbst eines festlegen. Am 22. September 2026 kamen Claude Opus 5.5 und GPT-6 Sol dazu, am 30. September folgten GPT-6.1 Sol und Claude Sonnet 5.5, zuerst in Cowork und Copilot Studio und danach schrittweise in Word, Excel, PowerPoint und Chat. Wie schnell die Modelle bei dir ankommen, hängt von Lizenz, Zugriff und Region ab.

Die Verbindung zu Anthropic reicht weiter zurück, als viele denken: Seit September 2025 bietet Microsoft Claude-Modelle im Researcher-Agenten und in Copilot Studio an. Der Agent Cowork startete am 16. Juni 2026 auf Anthropic-Modellen und nutzt mittlerweile ebenfalls mehrere Modelle. Und laut Medienberichten schickt Microsoft bereits einen Teil der Copilot-Anfragen, etwa in Excel und Outlook, an die eigenen MAI-Modelle.

Daraus ergibt sich ein zweigeteiltes Bild. Bei den GPT-Modellen ist die Grundqualität vergleichbar, weil beide oft dasselbe Modell nutzen. Gleiche Modellgewichte garantieren aber keine gleichen Antworten: Orchestrierung, Systemprompts und engere Kontextgrenzen können eine Copilot-Antwort dünner wirken lassen als die Antwort auf dieselbe Frage in ChatGPT. Das erklärt die häufige Beschwerde, Copilot wirke „abgespeckt“. Copilots Vorteil auf Modellebene ist die größere Auswahl, weil es zu Claude und laut Medienberichten auch zu Microsofts eigenen Modellen wechseln kann, während ChatGPT im OpenAI-Sortiment bleibt. Das gilt in Europa allerdings nur mit Einschränkungen: In Mandanten der EU, der EFTA-Staaten und Großbritanniens sind die Claude-Modelle standardmäßig deaktiviert. Dazu mehr im Abschnitt zum Datenschutz.

Eine bleibende Schwäche: Copilot sagt oft nicht, welches Modell geantwortet hat. Microsoft zeigt die Modellwahl inzwischen deutlicher an, undurchsichtiger als bei ChatGPT bleibt sie trotzdem.

Microsoft 365 und Office im Alltag

In Office spielt Copilot seine Stärken aus, und für viele Käufer fällt hier die Entscheidung. Copilot steckt in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams sowie in der Windows-Taskleiste. Es antwortet nicht nur in einem Seitenfenster, sondern arbeitet im Dokument, in dem du gerade bist. Bittest du es, aus einem Entwurf eine Zusammenfassung für die Geschäftsführung zu machen, kann es die Datei direkt umschreiben, statt dir Text zu liefern, den du zurückkopieren musst.

Der größere Vorteil ist die Verankerung in deinen Daten. Mit Microsoft 365 Copilot kannst du sagen: „Fass den Mailverlauf mit dem Kunden zusammen“ oder „Finde die Präsentation vom letzten Quartal“, und es greift dafür auf Postfach, Dateien und Meetings zu, begrenzt auf deine bestehenden Berechtigungen. Diesen Zugriff ersetzt kein Kopieren und Einfügen.

ChatGPT löst das anders. Es ist nicht in eine einzelne Office-Suite eingebaut, aber trotzdem keine Insel, auch wenn das oft behauptet wird. Über Konnektoren, individuelle GPTs (OpenAI hat im September 2026 angekündigt, sie durch Plugins abzulösen) und App-Integrationen erreicht es Google Drive, SharePoint, Slack und, etwa über Zapier, tausende weitere Apps. Zudem kannst du damit eigene Assistenten bauen, was der private Copilot nicht bietet. Der Unterschied: ChatGPT liefert dir meist ein Ergebnis, das du selbst weiterverarbeitest; Copilot erledigt die Arbeit dort, wo sie ohnehin liegt.

Das Urteil ist eindeutig. Spielt sich dein Arbeitstag in Microsoft 365 ab, nimmt dir Copilot das Hin-und-her-Kopieren ab, und dieser Komfort ist bares Geld wert. Arbeitest du mit vielen Tools außerhalb von Microsoft, ist ChatGPT flexibler. Dasselbe Muster zieht sich durch den ganzen Markt; wir ordnen es in Gemini vs. ChatGPT ein. Wenn Googles Assistent die eigentliche Alternative ist, lies Copilot vs. Gemini.

Websuche und Quellenangaben

Beide Engines gehen mit aktuellen Informationen unterschiedlich um, und der Unterschied wiegt schwerer, als es aussieht.

Antwortet Copilot aus dem Web, verankert es seine Antwort standardmäßig in Bing. Es sucht, liest die obersten Seiten und schreibt eine Antwort mit anklickbaren, nummerierten Quellenangaben, so wie eine KI-Suchmaschine arbeitet. Du siehst, woher jede Aussage stammt, und kannst nachklicken. (Antwortet es aus deinen eigenen Dateien, zitiert es diese und nicht Bing.)

Auch ChatGPT durchsucht das Web, die Suche ist standardmäßig aktiviert. Es entscheidet aber pro Anfrage, ob es nachschlägt, statt jede Antwort mit einer Websuche abzusichern. Das macht es bei bekannten Fragen schneller und übersichtlicher. Dadurch kann ChatGPT allerdings auch, ohne nachzusehen, eine selbstsichere, gut geschriebene Antwort zu etwas liefern, das sich im letzten Monat geändert hat.

Bei aktuellen Themen ist keines der beiden allein verlässlich. Beide können bei einer Frage wie „Was ist diese Woche passiert?“ veraltete Quellen heranziehen. Die beste Gewohnheit ist bei beiden gleich: Bei allem Neuen oder Prüfbaren klickst du die Quellen an, statt der Zusammenfassung zu glauben. Beide Engines halluzinieren. Behandle jede Antwort daher als schnellen Entwurf, den du noch prüfen musst.

Dieses Zitierverhalten ist kein Bedienungsdetail. Es macht aus einer Frage nach der Chatqualität eine Frage danach, ob dich jemand findet.

Datenschutz, DSGVO und Betriebsrat

Im Unternehmen entscheidet oft der Umgang mit Daten, und er spricht für Copilot, mit einigen Einschränkungen, die für Deutschland wichtig sind.

Microsoft 365 Copilot läuft unter Enterprise Data Protection: Laut Microsoft werden deine Prompts, Antworten und Graph-Daten nicht zum Training der Basismodelle verwendet. Außerdem hält sich Copilot an deine bestehenden Dateiberechtigungen, statt sie zu erweitern. Es sieht damit theoretisch nur, was du ohnehin öffnen könntest. Der Haken: Wie Sicherheitsanalysten betonen, macht Copilot einen zu weit geteilten Ordner mühelos auffindbar. Es schafft das Problem nicht, bringt alte Berechtigungsfehler aber ans Licht. Deshalb erzwingt eine Copilot-Einführung oft die längst fällige Bereinigung der Berechtigungen.

Für die EU kommen drei Punkte dazu, die in deutschen Ratgebern kaum auftauchen. Erstens deckt die EU-Datengrenze (EU Data Boundary) die Websuchanfragen von Copilot nicht ab. Zweitens sind Claude-Modelle von Anthropic in Mandanten der EU, der EFTA-Staaten und Großbritanniens standardmäßig deaktiviert: Ein KI- oder globaler Administrator muss sie freischalten, und sie fallen nicht unter die EU-Datengrenze. Das „Copilot kann auch Claude“ aus dem Modellabschnitt gilt für dich also erst nach Freigabe durch die IT. Drittens ist „Flex Routing“ bei Mandanten in der EU und den EFTA-Staaten, die nach dem 25. März 2026 angelegt wurden, standardmäßig aktiviert: Bei hoher Auslastung kann die Verarbeitung dann in den USA, in Kanada oder in Australien stattfinden. Ruhende Daten bleiben grundsätzlich innerhalb der EU-Datengrenze (für begrenzte pseudonymisierte Daten gelten Ausnahmen), und Administratoren können die Funktion abschalten.

Bei ChatGPT kommt es auf den Tarif an. In den privaten Tarifen Free, Go, Plus und Pro darf OpenAI deine Chats standardmäßig zum Training nutzen, solange du das in den Einstellungen nicht abschaltest; in Business und Enterprise trainiert OpenAI standardmäßig nicht mit deinen Daten. Eine wählbare europäische Datenresidenz bietet OpenAI nur berechtigten neuen Enterprise- und Edu-Workspaces, nicht Plus oder Business. Verantwortlich im Sinne der DSGVO ist OpenAI Ireland Limited, federführende Aufsicht ist die irische Datenschutzbehörde (DPC); beschweren kannst du dich bei der Datenschutzbehörde deines Bundeslandes, denn private Unternehmen werden in Deutschland laut BfDI meist von den Landesbehörden beaufsichtigt, nicht vom Bund. Praktisch heißt das: In kostenlose und private ChatGPT-Konten gehören keine Kundendaten und nichts, was du nicht gespeichert wissen willst.

Noch ein verbreiteter Irrtum: Der kostenlose Copilot und Copilot Chat können Dateien lesen, die du hochlädst. Von sich aus auf die Daten deiner Organisation zugreifen können sie aber nicht, das kann nur der bezahlte Microsoft 365 Copilot. Behauptet ein Ratgeber, der kostenlose Copilot könne keine Dateien lesen, ist das falsch.

Ein letzter Punkt speziell für Deutschland, der Kaufentscheidungen verändert: Wer Microsoft 365 Copilot im ganzen Unternehmen einführt, sollte vorher den (Gesamt-)Betriebsrat einbinden. § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG gibt ihm ein Mitbestimmungsrecht bei technischen Einrichtungen, die Verhalten oder Leistung überwachen können, und das Bundesarbeitsgericht hat für die unternehmensweite Nutzung von Microsoft 365 den Gesamtbetriebsrat für zuständig erklärt. Eine Entscheidung speziell zu Copilot ist uns nicht bekannt.

Schreiben, Programmieren und Alltagsaufgaben

Bei den Aufgaben, die du täglich erledigst, hat mal das eine, mal das andere die Nase vorn, und das Muster ist stabil genug, dass du dich darauf einstellen kannst.

Beim Schreiben und kreativen Arbeiten ist ChatGPT meist die stärkere Wahl. Es variiert den Rhythmus, trifft deinen Ton und folgt komplexen kreativen Vorgaben zuverlässiger, weshalb viele Texter dort anfangen. Copilot liefert saubere, gut gegliederte und markenkonforme Entwürfe, die für ein Memo ausgezeichnet und für eine kreative Kampagne etwas flach sind. Seine strengeren Inhaltsfilter führen außerdem öfter dazu, dass es Prompts zu Meinungen oder Fiktion ablehnt oder abschwächt, die ChatGPT ohne Weiteres umsetzt. Wie sich Modelle im Schreibstil unterscheiden, vertieft unser Vergleich Claude vs. ChatGPT.

Bei strukturierter Arbeit punktet Copilot. Zusammenfassungen, klare Erkenntnisse aus einer Tabelle und schnelle Diagramme liefert es meist zügig. Seine Ausgabe ist übersichtlich und knapp, genau richtig für ein Meeting-Protokoll oder eine Datentabelle.

Beim Programmieren erklärt ChatGPT Logik besser, hilft beim Debuggen und liefert Snippets im Chat. Wer Code im Editor schreiben will, braucht aber das eigenständige Produkt GitHub Copilot, nicht Microsoft Copilot. An dieser Verwechslung scheitern viele Vergleiche. Wie GitHub Copilot im Vergleich mit Anthropics Modellen abschneidet, zeigt Claude vs. Copilot.

Die Nutzerbewertungen passen dazu: Auf G2 liegt ChatGPT mit 4,6 von 5 Sternen knapp vor Microsoft Copilot mit 4,3 (Stand: 3. November 2026). Beide sind stark, nur in verschiedenen Disziplinen.

Wo beide schwächeln

Diesen Teil sparen sich die meisten Vergleiche. In der Praxis fällt das Bild nüchterner aus, als der Hype vermuten lässt, darum hier die Schwächen beider Seiten.

Copilots Qualität schwankt, und Nutzer spüren das. Copilot ist gut im Zusammenfassen von Meetings und im Entwerfen von Routine-Mails, schwächer bei komplexem Reasoning und aufwendiger Tabellenarbeit, wo viele zu ChatGPT zurückwechseln. Ein typischer Kritikpunkt: Copilot erklärt in Office, wie etwas geht, statt es zu tun. Andere berichten, dass lange Sitzungen langsam werden oder hängen bleiben. Wie jedes große Sprachmodell kann es Falsches selbstsicher behaupten. Und viele empfinden es als aufgedrängt, in der Windows-Taskleiste und in Apps, in denen sie es nie haben wollten. Microsoft baut Copilot aus, statt es einzustellen: Am 25. September 2026 kündigte das Unternehmen einen neuen Copilot mit Startbildschirm an, in dem Chat und Cowork zusammenkommen, zunächst über das Frontier-Programm; laut einem Beitrag vom 30. Oktober soll die neue Oberfläche im November weltweit ausgerollt werden. Im August 2026 hat Microsoft die Copilot-Apps für Privat- und Geschäftskunden zusammengelegt und ab dem 18. August Verbraucherfunktionen wie Gruppenchats, KI-Podcasts und Deep Research abgeschaltet; Copilot Labs wurde am 29. September eingestellt, und die animierte Figur Mico zieht aus Copilot Voice in Learn Live um. Ein schlechtes Werkzeug ist Copilot damit nicht, aber ein spezialisiertes: Innerhalb von Office ist es am stärksten, außerhalb schwächer.

ChatGPTs Schwäche ist die Kehrseite seiner Stärke. Bei der Arbeit fehlt ihm der direkte Zugriff auf deine Daten: Es kennt die Dateien, den Kalender und das Postfach deiner Firma nur, wenn du sie ihm gibst. Sobald es um deine eigenen Daten geht, heißt das viel Kopieren. Weil es nur bei Bedarf sucht, kann es übersehen, was sich zuletzt geändert hat, und in den privaten Tarifen nutzt OpenAI deine Chats standardmäßig fürs Training. Das sind keine Ausschlusskriterien, aber sie erklären, warum ein Team, das in Microsoft 365 arbeitet, ChatGPT selten zum Hauptassistenten macht.

Der Vergleich, den kaum jemand anstellt: Wer zitiert deine Marke?

Diesen Punkt lassen die meisten Ratgeber zu Copilot und ChatGPT aus, dabei ist er am wichtigsten, wenn Kunden dich über KI finden. Beide können bei Webantworten Webseiten zitieren, ziehen diese Seiten aber nicht aus derselben Quelle. Dass die eine dich zitiert, sagt über die andere nur wenig.

Die Webantworten von Copilot sind im Bing-Index verankert. Kann Bing deine Seiten nicht crawlen und indexieren, zitiert Copilot dich in diesen öffentlichen Antworten nicht. Wie du das behebst, steht in unserem Ratgeber zu Copilot SEO. ChatGPT nutzt eine andere Mischung: eine eigene Suche pro Anfrage und die Quellen, die sein Training bevorzugt. Deshalb können die Seiten, die es zu deiner Kategorie nennt, ganz anders aussehen als Copilots Liste.

Wenn wir Marken in mehreren KI-Engines prüfen, kommt es vor, dass ChatGPT ein Unternehmen zu einer Frage ganz selbstverständlich nennt, während es in Copilots Antwort auf dieselbe Frage fehlt, einfach weil jede Engine einem anderen Index vertraut. Die meisten Unternehmen wissen nicht, dass es diese Lücke gibt, geschweige denn, auf welcher Seite sie fehlen.

Für die Praxis bedeutet das: Was du für die eine Engine optimierst, wirkt nicht automatisch bei der anderen. Du musst wissen, woher jede Engine ihre Antworten zu deiner Kategorie bezieht, und dir einen Platz bei beiden verdienen. Das beginnt damit, deine KI-Sichtbarkeit pro Engine zu messen, statt zu raten. Für die Copilot-Seite trennt unser Vergleich von Copilot-Rank-Trackern die Tools, die Copilot live verfolgen, von denen, die es nur auflisten.

Diagramm: Copilot verankert Webantworten im Bing-Index, ChatGPT nutzt eigene Suche pro Anfrage und die Quellen seines Trainings; wer von der einen zitiert wird, wird nicht automatisch von der anderen zitiert.
Zwei Engines, zwei Quellen: Bing-Index bei Copilot, eigene Suche und Trainingsquellen bei ChatGPT.

Copilot oder ChatGPT: Was solltest du für welche Aufgabe nutzen?

Lass das „Kommt darauf an“ weg und ordne das Werkzeug der Aufgabe zu.

Deine HauptaufgabeNimmWarum
Alltagsfragen und ChatBeideGleiche GPT-Familie; entscheide nach Gratis-Tarif oder Umgebung
Schreiben und kreative ArbeitChatGPTNatürlicherer Ton, folgt komplexen Vorgaben besser
Office-Dokumente, E-Mails und MeetingsCopilotArbeitet direkt im Dokument und fasst deine echten Dateien zusammen
Arbeit mit eigenen DatenCopilotDirekter Zugriff über den Microsoft Graph; ChatGPT braucht dafür freigegebene Dateien oder verbundene Dienste
Coding im ChatChatGPTBesser im Erklären und Debuggen (im Editor: GitHub Copilot)
Aktuelle Fakten mit QuellenBeideCopilot zitiert bei Webantworten Bing; prüfe bei beiden die Quellen
Brainstorming und eigene AssistentenChatGPTPlugins, individuelle GPTs und das breitere Tool-Ökosystem
Sensible UnternehmensdatenCopilotEnterprise Data Protection im eigenen Mandanten, mit den oben genannten EU-Einschränkungen
BildgenerierungBeideCopilots Designer ist schnell; ChatGPT gibt Text in Bildern besser wieder
KI-Sichtbarkeit deiner MarkeBeideJede stützt sich auf andere Quellen; du brauchst beide

Wer beide länger nutzt, kommt meist zum selben Schluss: beide verwenden. Denke und entwirf in ChatGPT, weil es natürlicher formuliert, und erledige die Arbeit dann in Office mit Copilot, weil dort die Dokumente liegen. Der Chat-Teil dieser Kombination kostet bei beiden nichts, nur Copilot in Office braucht einen Microsoft-365-Tarif. Das umgeht die falsche Entweder-oder-Frage, die solche Vergleiche sonst aufzwingen.

Führst du eines der beiden im Team ein, starte klein. Das Magazin von KI-Fachkraft Jetzt empfiehlt kleinen und mittleren Unternehmen drei Rollen statt zwanzig Lizenzen: Geschäftsführung, ein Office-Power-User und ein operativer Fachbereich testen je zwei echte Aufgaben zwei Wochen lang. Erst danach fällt die Entscheidung für die breite Einführung. Lege vorher in einer einfachen KI-Richtlinie fest, welche Daten in welches Tool dürfen, denn ohne solche Regeln wird ein starkes Werkzeug laut derselben Quelle schnell zur Schatten-IT, etwa wenn Mitarbeiter Kundendaten in private KI-Konten kopieren.

Der Vergleich, der jeden Modellwechsel überdauert

Die Versionsnummern in diesem Ratgeber sind in wenigen Monaten überholt. Was sich langsamer ändert, ist der grundlegende Unterschied: Copilot und ChatGPT denken mit derselben GPT-Familie von OpenAI, arbeiten aber in verschiedenen Umgebungen und beziehen ihre Antworten aus verschiedenen Indizes. Das entscheidet, wo welches Tool nützlich ist und ob deine Marke auftaucht, wenn jemand eines von beiden nach deiner Kategorie fragt.

Finden Kunden dich zunehmend über eine KI-Antwort statt über einen blauen Link, lautet die Frage nicht mehr „Welcher Chatbot ist besser?“, sondern „Welcher empfiehlt mich, und welcher hat nie von mir gehört?“ geotoolbox zeigt dir genau das: welche Quellen Microsoft Copilot mit seinen Bing-verankerten Antworten, ChatGPT und Googles AI Overviews für deine Kategorie zitieren und wo deine Marke fehlt. So verdienst du dir gezielt einen Platz in den Antworten. Prüfe, wo du in allen Engines stehst, bevor der nächste Modellstart die Karten neu mischt.

Häufige Fragen

Ist Microsoft Copilot dasselbe wie ChatGPT?

Nicht ganz, auch wenn sie sich überschneiden. Der private Microsoft Copilot läuft auf derselben GPT-Familie von OpenAI wie ChatGPT, im reinen Chat liegen beide entsprechend nah beieinander. Microsoft 365 Copilot bringt aber mehr mit: Zugriff auf deine Arbeits-E-Mails und Dateien über den Microsoft Graph, Enterprise Data Protection, Aktionen in Office-Apps und, nach Freigabe durch die IT, Claude-Modelle. Sobald die Arbeit deine eigenen Daten berührt, handelt es sich nicht mehr um dasselbe Werkzeug.

Ist Copilot besser als ChatGPT?

Keines ist insgesamt besser, es hängt von der Aufgabe ab. Copilot gewinnt bei Arbeit in Microsoft 365 und bei Antworten aus deinen eigenen Dateien. ChatGPT gewinnt beim Schreiben, beim Reasoning und beim Coding im Chat und punktet mit dem breiteren Ökosystem. Bei Alltagsfragen sind sie nahezu austauschbar.

Ist Microsoft Copilot kostenlos und besser als das kostenlose ChatGPT?

Beide haben einen Gratis-Tarif. Der kostenlose Copilot deckt Chat, Webantworten mit Quellen, Bildgenerierung und Copilot Voice ab. Das kostenlose ChatGPT läuft laut Release-Notes und deutscher Preisseite von OpenAI seit dem 8. Oktober 2026 auf GPT-6 Luna (ein Ende Oktober aktualisierter Hilfeartikel nennt noch GPT-5.6 Luna). Textchats sind seit der Woche ab dem 10. August unbegrenzt, für Dateien, Bilder und Sprachchats gelten eigene Limits, und GPT-6 Sol gibt es erst ab Plus. Dafür kann es in Free und Go Werbung zeigen. Bei den Funktionen liegen sie nah beieinander; der größere Unterschied ist, dass der kostenlose Copilot im Microsoft-Ökosystem zu Hause ist und ChatGPT an mehr eigenständige Werkzeuge andockt. Copilot direkt in Office setzt einen passenden Microsoft-365-Tarif voraus.

Nutzt Microsoft Copilot die Modelle von ChatGPT?

Zum Teil. Copilot nutzt Modelle von OpenAI, also von derselben Firma wie ChatGPT; im Modellwähler stehen unter anderem GPT-5.6, GPT-6 Sol und GPT-6.1 Sol. Microsoft leitet aber auch Aufgaben an Claude-Modelle von Anthropic weiter, darunter Claude Opus 5.5 und Sonnet 5.5; Fable gibt es auf Credit-Basis in Cowork und Copilot Studio. Das bietet ChatGPT nicht. In Mandanten der EU, der EFTA-Staaten und Großbritanniens sind die Claude-Modelle allerdings standardmäßig deaktiviert. Identisch sind die Modellpaletten damit nicht mehr.

Quellen

  • Microsoft - Microsoft 365 Copilot: Preise für Unternehmen (Deutschland), abgerufen am 3. November 2026 - microsoft.com/de-de/copilot/pricing/enterprise
  • Microsoft - Microsoft 365 Copilot Business: Preise für kleine und mittlere Unternehmen (Deutschland), abgerufen am 3. November 2026 - microsoft.com/de-de/copilot/pricing/business
  • Microsoft - Microsoft-365-Pläne für Privatpersonen vergleichen (Deutschland), abgerufen am 3. November 2026 - microsoft.com/de-de/microsoft-365/buy/compare-all-microsoft-365-products
  • Microsoft - Copilot-Preise für Privatpersonen (Deutschland, mit Microsoft 365 Pro), abgerufen am 3. November 2026 - microsoft.com/de-de/copilot/pricing/individuals
  • Microsoft - Meet Microsoft 365 Premium (Ersatz für Copilot Pro) - microsoft.com/en-us/microsoft-365/blog/2025/10/01/meet-microsoft-365-premium-your-ai-and-productivity-powerhouse
  • Microsoft Copilot Blog - Available today: OpenAI's GPT-5.6 in Microsoft 365 Copilot (9. Juli 2026) - techcommunity.microsoft.com/blog/microsoft-copilot-blog/available-today-openai’s-gpt-5-6-in-microsoft-365-copilot/4533152
  • Microsoft Copilot Blog - More Models, One Copilot (22. September 2026) - techcommunity.microsoft.com/blog/microsoft-copilot-blog/more-models-one-copilot/4559035
  • Microsoft 365 Message Center - MC1483844: GPT-6.1 Sol und Claude Sonnet 5.5 (30. September 2026), Archivkopie - mc.merill.net/message/MC1483844
  • Microsoft Copilot Blog - What's New in Microsoft Copilot, Oktober 2026 (30. Oktober 2026) - techcommunity.microsoft.com/blog/microsoft-copilot-blog/what’s-new-in-microsoft-copilot--october-2026/4568528
  • Microsoft - Expanding model choice in Microsoft 365 Copilot (Claude-Modelle, September 2025) - microsoft.com/en-us/microsoft-365/blog/2025/09/24/expanding-model-choice-in-microsoft-365-copilot
  • Microsoft - Copilot Cowork is now generally available (16. Juni 2026) - microsoft.com/en-us/microsoft-365/blog/2026/06/16/copilot-cowork-is-now-generally-available
  • Microsoft - Introducing the new Copilot with Home, Code and Autopilot (25. September 2026) - blogs.microsoft.com/blog/2026/09/25/introducing-the-new-copilot-with-home-code-and-autopilot
  • Microsoft Learn - Enterprise Data Protection für Microsoft 365 Copilot, Stand 31. Oktober 2026 - learn.microsoft.com/en-us/copilot/microsoft-365/enterprise-data-protection
  • Microsoft Learn - Anthropic-Modelle als Unterauftragsverarbeiter in Microsoft 365 Copilot (Standard in EU-, EFTA- und UK-Mandanten: aus), Stand 31. Oktober 2026 - learn.microsoft.com/en-us/microsoft-365/copilot/connect-to-ai-subprocessor
  • Microsoft Learn - Flex Routing in Microsoft 365 Copilot, Stand 2. November 2026 - learn.microsoft.com/en-us/microsoft-365/copilot/copilot-flex-routing
  • TechCrunch - Microsoft stellt erfolglose KI-Funktionen ein und führt die Copilot-Apps zusammen (13. August 2026) - techcrunch.com/2026/08/13/microsoft-kills-off-unsuccessful-ai-features-while-merging-its-separate-copilot-apps
  • Microsoft Support - Häufige Fragen zu eingestellten Copilot-Funktionen (Gruppenchat, Mico, Copilot Labs), abgerufen am 3. November 2026 - support.microsoft.com/en-us/microsoft-365-copilot/frequently-asked-questions-about-retired-copilot-features
  • OpenAI - ChatGPT-Preise (Deutschland), abgerufen am 3. November 2026 - chatgpt.com/de-DE/pricing
  • OpenAI - ChatGPT-Versionshinweise (GPT-6 im Chat, 7. Oktober 2026), abgerufen am 3. November 2026 - help.openai.com/en/articles/6825453-chatgpt-release-notes
  • OpenAI - GPT-6 und andere Modelle in ChatGPT, abgerufen am 3. November 2026 - help.openai.com/en/articles/20001354-gpt-6-and-other-models-in-chatgpt
  • OpenAI - Datenkontrollen in ChatGPT (Training) - help.openai.com/en/articles/7730893-data-controls-in-chatgpt
  • OpenAI - Datenresidenz und Inferenzresidenz für ChatGPT, abgerufen am 3. November 2026 - help.openai.com/en/articles/9903489-data-residency-and-inference-residency-for-chatgpt
  • OpenAI - Datenschutzrichtlinie für den EWR und die Schweiz (OpenAI Ireland Limited, irische Datenschutzbehörde) - openai.com/de-DE/policies/eu-privacy-policy
  • OpenAI - ChatGPT Ads wird in Europa ausgeweitet (18. August 2026) - openai.com/de-DE/index/chatgpt-ads-expands-across-europe
  • OpenAI Hilfe - Werbung in ChatGPT (werbefreie Tarife, keine personalisierte Werbung im EWR), abgerufen am 3. November 2026 - help.openai.com/de-de/articles/20001047-ads-in-chatgpt
  • G2 - Bewertungen zu ChatGPT und Microsoft Copilot, abgerufen am 3. November 2026 - g2.com/products/chatgpt/reviews und g2.com/products/microsoft-copilot-2026-08-27/reviews
  • Gesetze im Internet - § 87 BetrVG (Mitbestimmungsrechte) und BAG, Beschluss vom 8. März 2022, 1 ABR 20/21 - gesetze-im-internet.de/betrvg/__87.html und bundesarbeitsgericht.de/entscheidung/1-abr-20-21
  • BfDI - Zuständigkeit der Datenschutzbehörden von Bund und Ländern - bfdi.bund.de/DE/Service/Anschriften/Laender/Laender-node.html
  • Forcepoint - Top Microsoft Copilot security risks (Überfreigabe von Daten) - forcepoint.com/blog/insights/top-microsoft-copilot-security-risks
  • KI-Fachkraft Jetzt - Copilot vs ChatGPT für KMU (Magazinbeitrag, 14. Juli 2026) - ki.fachkraft-jetzt.de/magazin/copilot-vs-chatgpt

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